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Neuer Christbaumständer

Als 2016 der Christbaum geschmückt wurde, stellte man zum wiederholten Mal fest, dass der Christbaumständer für den dicken Stamm zu klein und zu instabil ist. Daher hat Herr Böhrer beschlossen, für die Kirchengemeinde einen neuen Christbaumständer anzufertigen. Auf dem Bild ist dieser neue Ständer zu sehen, der dieses Jahr zum ersten Mal verwendet wird.

Die Kirchengemeinde dankt Herrn Böhrer und seiner Familie für ihr Engagement und auch für den neuen Ständer. Herr Böhrer hat sein Werk am diesjährigen Gemeindefest der Kirchengemeinde übergeben. Der Ständer steht jetzt im Schuppen und freut sich auf seinen Einsatz!

 

Baumpflanzaktion zum Reformationsjubiläum

Die Reformationsstadt Wittenberg hat zur 500jährigen Feier des Reformationsjubiläums das Projekt „500 Jahre Reformation – 500 Bäume“ ins Leben gerufen. Mit der Pflanzung von 500 Bäumen im Luthergarten zu Wittenberg soll an die weltweite Ausbreitung der Reformation erinnert werden. Viele namhafte Organisationen haben sich dem Projekt bereits angeschlossen und einen Baum gepflanzt. Durch einen Vorschlag der Kirchenvorsteherin Karin Buchner aus Rohr hat sich unsere Kirchengemeinde dem Projekt angeschlossen. Der erste Baum wurde beim Gemeindefest 2015 in Rottenburg gepflanzt. Danach fuhr eine Delegation nach Wittenberg, um am 4. November 2015 einen Baum im Luthergarten zu pflanzen.

Auf Beschluss des Kirchenvorstands gab es in diesem und im letzten Jahr zwei weitere Baumpflanzaktionen. Zum einen wurde Anfang November 2016 ein Apfelbaum beim Seniorenheim in Pfeffenhausen in ökumenischer Verbundenheit gepflanzt. Zum anderen wurde Ende Mai 2017 gemeinsam mit Pfarrer Michael Birner und Prädikantin Karin Nauhauser ein Apfelbaum bei der Schule in Hohenthann gepflanzt. Des Weiteren pflanzten im September die katholische und evangelische Kirchengemeinde einen Apfelbaum in Wildenberg/Pürkwang. Auf dem Bild sehen wir u.a. Pfarrer Dr. Benjamin Kasole Ka-Mungu, Bürgermeister Winfried Roßbauer, MdL Ruth Müller und Pfarrer Peter Nauhauser.

 

Montagskaffeegruppe auf den Spuren der Hedwig

Die Mitglieder der evangelischen Kaffeegruppe unternahmen einen Ausflug nach Burghausen. Erste Station war die Besichtigung der Burg zu Burghausen. Diese liegt oberhalb der Altstadt und ist mit 1051 Metern die längste Burganlage Europas. Sie besteht aus 6 Burghöfen. Die älteste bis heute erhaltene schriftliche Erwähnung der Burg stammt aus dem Jahr 1025. Hier befinden sich auch die ehemaligen Gemächer der Herzogin Hedwig von Polen. Hedwig (Jadwiga) Jagiellon, die Georg von Bayern Landshut am 14. November 1475 in großem Stil geehelicht hatte (Landshuter Hochzeit), wurde später von ihrem Gemahl verstoßen und verbrachte ihre letzten Tage auf der Burg.

Die zweite Station führte die Ausflügler nach Raitenhaslach in das ehemalige Zisterzienserkloster (siehe Foto). Im Jahre 1502 wurde in der Kirche des Klosters, Hedwig von Polen bestattet. Dort befand sich auch ihr Hochgrab. Jüngst wurde an seiner Stelle eine Gedenkinschrift in den Fußboden eingelassen.

Nach einer deftigen Brotzeit, in einem gemütlichen Biergarten, haben wir die Eindrücke Revue passieren lassen, und der Ausflug ging seinem Ende entgegen.                                                                                                                          Kerstin Seinige und Horst Gottschild

 

Ein neues Gesicht im Pfarrbüro seit Februar 2017

Bei der Bewerbung um eine Stelle im Pfarrbüro hat sich der Kirchenvorstand am 25. Januar für Bettina Schmidbauer aus Großgundershausen entschieden. Frau Schmidbauer ist verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von fünf und zwei Jahren. Nach ihrer Elternzeit will sie wieder beruflich tätig werden und hat sich daher auf diese Stelle beworben. Ihr Arbeitsvertrag ist unbefristet und beginnt am 1. Februar.

 

Ausflug zum Schwanberg 2016

Anfang Oktober 2016 besuchten der Kirchenvorstand und weitere Gemeindeglieder unter der Leitung von Willi von der Heiden das geistliche Zentrum am Schwanberg nahe der Stadt Kitzingen.

Dort bekamen die Teilnehmer mittels einer Tonbildshow einen kleinen Einblick in die Communität Casteller Ring, eine Gemeinschaft von Frauen, die in der Evangelisch-Lutherischen Kirche als Ordensgemeinschaft im Geist der Regel des heiligen Benedikt (RB) leben.

Weitere Inhalte waren die Geschichte des Schwanbergs, die Häuser und Angebote des geistlichen Zentrums, der evangelische FriedWald auf dem Schwanbergplateau und wissenswertes zum geistlichen Mittelpunkt des Schwanbergs, der St. Michaelskirche.

„Mi-ka-el“ Wer ist wie Gott!? So tönt der hebräische Namen dieser Kirche.

Danach nahmen alle mit den dort lebenden Schwestern, am Mittagsgebet – eines der vier täglichen Stundengebete - in der St. Michaelskirche teil. Ein besonderes Erlebnis…im Wechselgesang mit den Schwestern die Psalmen singen und auf die Worte hören, die die Erfahrung der Menschen mit Gott wiedergeben. Viele der gewonnenen Eindrücke konnten dann beim gemeinsamen Mittagessen im Schwanberg-Cafe Revue passieren.

Der Nachmittag ist geprägt von weltlichen Unternehmungen. Erst ein kleiner Spaziergang zum Kappelrangen, ein Aussichtspunkt am Schwanberg, ein Ort zum Schauen, Staunen und Gedenken. Dann folgt ein geführter Spaziergang durch den stimmungsvoll inszenierten Schlosspark Schwanberg, der in den 1920er Jahren angelegt wurde. Vorbei an exotischen Pflanzen und Bäumen, eine Exkursion durch das Alpinum, sowie ein Blick auf das Prinzessinnenbad, wird der Gruppe schönes und wissenswertes vermittelt. Noch einmal geht es in das geschmackvoll eingerichtete Schwanberg-Cafe. In gemütlicher Runde schmeckt dann Kaffee und Kuchen, bevor es dann auf die Heimfahrt nach Rottenburg geht.                                                                                     Willi von der Heiden

 

Vordach über der Eingangstür seit 2016

Vor der Sommerpause hat ein Handwerksbetrieb aus Herrngiersdorf bei Langquaid über die Eingangstür unserer Dreieinigkeitskirche ein Vordach montiert.

Nun kann man trockenen Fußes am Ausgang verweilen und auch die Kirchentüren werden vor Regenwasser geschützt. Das Vordach besteht aus bruchsicherem Glas. Eine Spezialfirma musste gefunden werden, um die Glasform anzufertigen. Im Vorfeld hat der Bauausschuss die Maßnahme geprüft und für gut befunden.

 

 

 

 

 

Dank an Angelika Rohrmeier

Ein Highlight des Gottesdienstes zum Gemeindefest war die Würdigung und der Dank der Kirchengemeinde an Angelika Rohrmeier. Als Organistin ist sie seit 2004 in der Dreieinigkeitskirche tätig. Zur Chorleiterin des Kirchenchors wurde sie etwa ein Jahr später ernannt.

Mit einem Blumenstrauß dankte ihr Pfarrer Peter Nauhauser für ihr großartiges Engagement in all den Jahren. Pfarrer Nauhauser verband seinen Dank mit der Hoffnung, dass sie noch viele Jahre für die Kirchengemeinde tätig ist. Sie selbst machte in ihren Dankesworten u. a.  auf das Reformationsjubiläum aufmerksam. Am 2. April 2017 wird unter ihrer Leitung ein Reformations-Oratorium in der Dreieinigkeitskirche aufgeführt und zum Gemeindefest am 2. Juli 2017 ein Singspiel mit Kirchenchor und Kinderchor sowie einigen Sprechern. Sängerinnen, Sänger und Mitarbeiter/innen werden noch gesucht.

 

 

 

 

 

Kirchgeld 2017

Da bisher nicht alle Gemeindeglieder das Kirchgeld überwiesen haben, bitte ich die säumigen Zahler/innen, die Überweisung in den nächsten Tagen zu tätigen.

Bitte überweisen Sie Ihren Beitrag an die Kontoverbindung:

IBAN: DE57 7435 0000 0007 0053 09 BIC: BYLADEM1LAH

bis 8.820 €

(Bruttojahreseinkommen)

frei

ab 8.821 €

(Bruttojahreseinkommen)

€ 5,-

ab 10.000 €

(Bruttojahreseinkommen)

€ 10,-

ab 25.000 €

(Bruttojahreseinkommen)

€ 25,-

ab 40.000 €

(Bruttojahreseinkommen)

€ 45,-

ab 55.000 €

(Bruttojahreseinkommen)

€ 70,-

ab 70.000 €

(Bruttojahreseinkommen)

€ 100,-

 
Arbeitsgemeinschaft Trinkwasserschutz Rottenburg Laaber

Jahresbericht 2016

Da die Belastungen für unser Trinkwasser immer mehr zunehmen werden, versuchen wir Lösungen zu finden, die praxistauglich sein sollen und dazu beitragen, den guten Zustand unseres Trinkwassers zu erhalten.

Im 3. Jahr schon haben wir wieder Versuche mit dem Hackstriegel angestellt. Dankbarer Weise hat die Stadt Rottenburg in Cofinanzierung mit dem Zweckverband für Wasserversorgung einen neuen 10,5 m breiten Striegel angeschafft.

So konnten wir heuer die zu bearbeitende Fläche von 12 auf 28 ha mehr als verdoppeln. Wir haben dabei wertvolle Erfahrungen sammeln können.

Auch in diesem Jahr war eine durchschnittliche Herbizideinsparung von etwas mehr als 80 Prozent möglich.

Im letzten Jahr haben wir auch Versuche mit dem Maishacken angestellt, die dieses Jahr leider buchstäblich ins Wasser fielen. Durch den vielen Regen im Frühsommer war das Zeitfenster zum Hacken sehr eng und nur an wenigen Tagen möglich: So haben wir es unterlassen müssen, vielleicht klappt es im nächsten Jahr wieder.

Aber wir haben uns Gedanken zur Nitratproblematik, Glyphosatvermeidung und zum Niederwild gemacht und Beiträge dazu geschrieben.

 

Beitrag zur Nitratproblematik

Der Anstieg der Nitratwerte im Grundwasser ist noch problematischer als die steigenden Pflanzenschutzmittelwerte, weil bisher keine Möglichkeit besteht, Nitrat wirtschaftlich herauszufiltern.

Es bleibt also gar nichts anderes übrig, als nach Lösungen zu suchen, um eine Verfrachtung des Nitrats ins Grundwasser zu minimieren.

Dem Interesse der Wasserversorger, unbelastetes Trinkwasser zu fördern, stehen die Interessen der Intensivlandwirtschaft nach Höchsterträgen entgegen.

Das Nitratproblem, ist wie bekannt, ein Gülleproblem. Es sind teilweise große Tierbestände aufgebaut worden mit entsprechendem Gülleanfall. Handelsdünger lässt sich besser steuern und bedarfsgerechter einsetzen als Gülle.

Was kann man tun, um die Belastungen zu verringern? Die Auswaschung, soviel weiß man, erfolgt hauptsächlich im Winterhalbjahr, also in der vegetationslosen Zeit.

Es erscheint deshalb angebracht, die Herbstausbringung der Gülle zu vermeiden. Dazu müssen noch mehr Lagerkapazitäten geschaffen werden.

Sicherlich wäre es sehr hilfreich, die eingesetzte Gülle pro Fläche möglichst zu begrenzen und sie stattdessen zu verteilen.

Es wäre gut, eine zentrale Stelle einzurichten, die sich um die Verteilung der Gülle kümmert und dabei auf kürzeste Wege achtet. So eine, sagen wir, Güllebörse könnte beim Maschinenring oder Landwirtschaftsamt angesiedelt sein.

Man wird nicht umhinkommen, die Nitratwerte im Boden flächendeckend laufend zu überprüfen.

Vor allem die Überprüfung im Herbst, am besten im November nach dem Ausbringungsschluss, wäre am aufschlussreichsten.

Flächendeckend deshalb, weil man nicht weiß, wo überall unser Trinkwasser herkommt, bestimmt nicht nur aus den Wasserschutzgebieten.

Es kommt darauf an, möglichst niedrige Werte im November zu erreichen.

Da niedrige Werte sicher auch Ertragseinbußen bedeuten, muss man sich überlegen, ein Anreizsystem von Ausgleichszahlungen einzurichten. Trinkwasserschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und man darf die Landwirte bei diesen Problemen nicht alleine lassen. Günstig wäre sicherlich auch, eine Fachberatung anzubieten, die die Belange des Trinkwasserschutzes vertritt.

Schnelle durchschlagende Verbesserungen sind meiner Meinung nach ohnehin nicht zu erwarten, sondern man wird beharrlich daran arbeiten müssen, in kleinen Schritten die Belastungen für unser Grundwasser zu senken.

 

Glyphosatvermeidung durch Senfzwischenfrucht

Da Glyphosat und andere Herbizide in vielfacher Hinsicht problematisch sind, sollte man alle Möglichkeiten ausschöpfen, um sie zu vermeiden oder zumindest zu reduzieren.

Glyphosat wird oft im Frühjahr vor Mais angewandt, um den Aufwuchs aus dem Winterhalbjahr zu beseitigen und ein sauberes Saatbett zu bekommen.

Seit Jahren schon haben wir Erfolg mit einer dichten Senfzwischenfrucht vor Mais und können dadurch auf Glyphosat und andere Herbizide verzichten.

Senf deshalb, weil er sicher abfriert und sehr dichte Bestände bildet, die jeden Aufwuchs von Unkraut unterdrücken.

Die Alternativen dazu, wie Rüpsen und Ölrettich, bilden zwar auch dichte Bestände frieren aber bei den immer milder werdenden Wintern nicht sicher ab und machen oft ein Herbizid notwendig.

Leguminosenmischungen und Alexandrinerklee bringen zusätzlichen Stickstoff, der bei intensiver Tierhaltung genug vorhanden ist. Durch die langsame Jugendentwicklung werden die Bestände nicht ausreichend dicht, um das Unkraut gut zu unterdrücken.

Die Durchwurzelungsleistung ist bei Senf zwar etwas geringer, aber durchaus ausreichend um ein gutes Saatbeet zu schaffen.

Aussaat erfolgt im August. Als Stickstoffzehrer braucht er bei uns eine Güllegabe, wobei der Stickstoff nicht verloren geht, sondern in der Senfpflanze gespeichert wird.

Gleichzeitig mit dem Pflügen des Feldes wird der Senf mit Schneckenkornstreuer ausgebracht, der an den Frontgewichten des Schleppers angebracht ist. Aussaatstärke 15-20 kg/ha. Eine hauptfruchtmässige Bestellung mit der Sämaschine ist auch möglich. Man spart sich einen zusätzlichen Arbeitsgang und hat damit keine Nachteile, wenn man direkt auf den gepflügten Boden sät.

Der Senf entwickelt sich in der Regel sehr üppig und friert sicher ab.

Die Bestellung des Maises im Frühjahr, muss mit einem Direktsägerät erfolgen.

Zusätzlich zur Herbizidvermeidung hat man einen guten Erosionsschutz durch die Rückstände des Senfes.

                                                                                                                      Anton Lorenzer, Münster

Hackstriegeleinsatz im Winterweizen Betrieb Lorenzer2016

In diesem Jahr wurden zwei Feldstücke des Betriebes mit dem Hackstriegel bearbeitet.

Da die Entwicklung ziemlich gleich war, werden sie zusammen abgehandelt.

Es sind einmal 4 ha in Niedereulenbach und ca. 3 ha in Münster.

Am 22. 3. konnten beide Bestände gestriegelt werden, wobei die Bodenfeuchte optimal war.

In Niedereulenbach zeigte sich ein etwas ungleicher Feldaufgang.

 Der Bestand in Münster ging gleichmäßig auf. Der Besatz an Unkräutern war gering.

Bei der Feldkontrolle am 2. 4. erschien an beiden Standorten etwas Klettenlaubkraut, das abgespritzt wurde, ansonsten harmloser Ehrenpreis und Vogelmiere.

Insgesamt war nur sehr wenig Herbizid notwendig. Prophylaktisch wurde jeweils um den Bestand gespritzt. Die Weizen entwickelten sich recht üppig und brachten einen sehr hohen Ertrag. In Niedereulenbach wurden 96 dt /ha gewogen und in Münster dürfte es nicht schlechter gewesen sein.

Hackstriegeleinsatz in Wintergerste Burghard 2016

Zum ersten Mal haben wir bei unseren Versuchen Wintergerste mit dem Hackstriegel bearbeitet.

Wintergerste wird schon um den 20. September gesät und ist dadurch schon viel weiter entwickelt als Winterweizen, der erst ab Mitte Oktober ausgebracht wird.

Am 21. 3. war das Feld soweit abgetrocknet, dass wir die Unkrautbekämpfung durchführen konnten.

Stellenweise war die Bodenfeuchte noch etwas grenzwertig.

Bei Wintergerste kann man den Striegel sehr scharf einstellen und schnell fahren, um die etwas größeren Unkräuter zu dezimieren.

Der Besatz war eher gering, nur das Klettenlaubkraut, das im Vorjahr im Winterweizen vorhanden war, ist an etwa gleicher Stelle wieder aufgetreten. Klettenlaubkraut kann zu einem späteren Zeitpunkt ausgekämmt werden, da sie als einziges Samenunkraut nicht gut auf die Hackstriegelbearbeitung anspricht. Gerade in der Gerste kann dieses stark wuchernde, lästige Unkraut ein Erntehindernis darstellen.

Nachdem wir im Vorjahr ausgekämmt hatten, mit zufriedenstellendem Ergebnis, haben wir uns in der Gerste mit einer Teilflächenspritzung zur Klettenbehandlung entschieden,

So wurden etwas mehr als 10 Prozent des ca. 4 ha großen Feldes mit einem Herbizid behandelt.

In der Folgezeit entwickelte sich die Frucht sehr üppig, sodass Lagergefahr bestand.

Eine kleine Teilfläche ging auch ins Lager.

Die Gerste entwickelte sich unkrautfrei bis zur Ernte und brachte einen Ertrag von 70 dt, was in etwa den gespritzten Vergleichsflächen entsprach.

Hackstriegeleinsatz in Winterweizen Burghard 2016

In Burghard wurden 2 Schläge Winterweizen mit Hackstriegel bearbeitet, wegen der unterschiedlichen Entwicklung werden sie getrennt beschrieben.

Hausleite

Das ca 5 ha große Feldstück wurde im Herbst gepflügt und Ende Oktober mit Winterweizen bestellt

Vorfrucht war Mais. Eine späte Aussaat ist günstig, da dann der Weizen Ende März Anfang April am Anfang der Bestockung ist. Zu diesem Zeitpunkt kann man meist von der Witterung her gut striegeln und das Samenunkraut ist noch im Keimblattstadium.

Am 4. 4. konnte der Bestand gestriegelt werden, die Bodenfeuchte war soweit optimal,

der Besatz an Unkräutern  insgesamt gering.

Die notwendige Feldkontrolle wurde erst am 9. 5. durchgeführt. Es zeigten sich doch einige Flecken Klettenlaubkraut und 1 Fleck Disteln im Bestand, auch einige Ampferstauden waren zu sehen. Die Stellen wurden mit Markierungstäben gekennzeichnet. Günstiger weise kommen die Problemunkräuter, die nicht gestriegelt werden können, meist nesterweise vor, sodass sie gut mit einer punktuellen Teilflächenspritzung beseitigt werden können.

Es wurde ca. 20 Prozent der Fläche gespritzt und der Weizen entwickelte sich gut.

Ein Ertrag von 80 dt ha erzielt was in etwa dem Durchschnitt entspricht.

Holzleite unten

Das etwa 3.5 ha große Feldstück wurde gleich bestellt und bearbeitet wie die Hausleite.

Bei der Feldkontrolle fanden sich keine Unkräuter, die mit Herbiziden behandelt werden mussten.

Erst bei einer späteren Nachschau zeigten sich kleinere Distelflecken und auch kleine Stellen von Klettenlaubkraut waren zu sehen. Ampfer hatte sich ebenso eingestellt. Der Landwirt wollte wegen der hohen Feuchtigkeit im Boden zu diesem Zeitpunkt nicht mehr eingreifen.

Das Ernteergebnis war mit 60 dt /ha nicht ganz befriedigend. Es kamen mehrere ungünstige Faktoren zusammen, die den Ertrag minderten. Das Feldstück liegt in einer Senke und ist von drei Seiten mit Wald umgeben. Was in einem trockenen Jahr von Vorteil ist, war in diesem nassen Jahr von Nachteil.

Hackstriegeleinsatz in Winterweizen Steinbach 2016

Ein 9ha großes Feldstück Winterweizen wurde mit dem Hackstriegel bearbeitet.

Vorfrucht war Mais und Knoblauch. Eine Erschwernis war, dass das Feld nicht gepflügt, sondern nur gegrubbert wurde, was einen höheren Unkrautdruck nach sich zog.

Vom Entwicklungsstand (Anfang Bestockung) und Bodenfeuchte war am 22.3. doch günstig.

Der Besatz an Unkräutern zeigte sich im oberen Teil mittel, im unteren Teil stark.

Bei der Feldkontrolle am 2. 4. fanden sich noch Reste von Ehrenpreis, Hirtentäschel und Kamille.

Auch einige Flecken Klettenlaubkraut wurden ausgesteckt, gespritzt wurde ca. 1 ha an Klettenestern. Bei einer nochmaligen Bestandskontrolle zeigten sich dann die Disteln, die erst Mitte April austrieben. Vor 2 Jahren als wir mit den Versuchen begannen, waren auch massiv Disteln vorhanden, die mit einer Teilflächenspritzung beseitigt wurden. Jetzt waren sie wieder da, nicht so massiv wie vor 2 Jahren aber doch beträchtlich.

Es wären ca. 1 ha Distelflecken abzuspritzen gewesen, nur wurde keine Zeit dafür gefunden.

Zeitweise war das Wetter ungünstig und es gab viel andere Arbeit. Der Landwirt hat eine sehr tolerante Einstellung und so auf eine Spritzung verzichtet.

Sonst entwickelte sich der Bestand üppig und die Unkräuter, die noch vorhanden waren, kümmerten unter einem dichten Bestand.

 

Niederwild und Trinkwasserschutz

Wo sind sie geblieben? Seit langem schon beobachte ich das langsame Verschwinden von Hase Rebhuhn und Fasan .Als Jäger finde ich es sehr bedauerlich, dass unsere Fluren dadurch verarmen. Was ist die Ursache für das Verschwinden?

Die Tiere und vor allem die Jungtiere finden keine Nahrung mehr in den Beständen.

Zu gründlich ist die Wirkung der Herbizide, alle Wildpflanzen werden beseitigt und damit auch die Insekten, die auf diese Pflanzen angewiesen sind.

Oft schon hab ich beobachtet wie Kücken von Fasanen und Rebhühnern da waren, die aber bald nach und nach wieder verschwanden. Auch die jungen Hasen finden nicht mehr die wichtigen Kräutlein, um gesund aufzuwachsen. Vielleicht ist es auch noch die Giftwirkung der Spritzmittel, die dem Wild zusetzt. Alles schwer zu beweisen, aber der Verdacht besteht.

Niederwild und Trinkwasserschutz hängt doch irgendwie zusammen. Wenn man wieder mehr mechanische Unkrautbekämpfung betreibt, bleibt das Grundwasser von Spritzmitteln verschont.

Aber dadurch bleiben auch kleine Reste Wildpflanzen in den Beständen, was den Ertrag nicht beeinträchtigt, aber von Nutzen für die Wildtiere ist.

Als Direktvermarkter verkaufe ich auch Wild an Kunden. Die Hasen z.B. kommen oft vom Flughafen München, wo nicht gespritzt wird.

Neben dem Trinkwasserschutz ist es auch das Einstehen für die Wildtiere, das mich bewogen hat, wieder mehr mechanische Unkrautbekämpfung zu betreiben.

                                                                                                           Josef Wimmer, Steinbach

Allgemeines und Kostenvergleich

Manches an der flexiblen Methode ist für die Landwirte ungewohnt.. Feldkontrollen sind notwendig um die Problemunkräuter auszumachen. Auch das Spritzen der Wurzelunkräuter stellt andere Anforderungen. Nicht das großflächige Abspritzten sondern zielgenaues und selektives beseitigen der Pflanzen ist gefordert. Es bedarf sicher einiger Übung, bis man seine Ziele richtig trifft.

Das Ausstecken mit Markierungsstecken ist sehr hilfreich.

Zur Arbeitszeit ist zu sagen, dass so ein 10 m Striegel mit einer 20 m Spritze mithalten kann, weil nicht getankt und schneller gefahren wird. Mehrarbeit entsteht durch die Feldkontrollen, die aber mit 10 min pro ha überschaubar sind. Man braucht auch Zeit um die Flecken abzuspritzen.

Diese Mehrkosten werden aber durch die Mitteleinsparung gedeckt.

Momentan ist der Zeitaufwand in der Erprobungsphase noch sehr hoch, weil viele Feldkontrollen notwendig sind, um die Entwicklung zu sehen. Aber mit der Zeit wird es leichter, wenn man z.B. die Klettennester kennt.

 

Zusammenfassung und Ausblick 2016

Auch in diesem Jahr kann man sagen, dass mit einer kombinierten Methode aus mechanischer Bearbeitung durch den Hackstriegel und Ergänzung durch Herbizide akzeptable Bestände erreicht werden können , die in Aussehen und Ertrag den gespritzten Beständen in nichts nachstehen.

Allerdings können auch Mängel auftreten, die mit zunehmender Erfahrung bestimmt beseitigt werden.

Wir wollen die Versuche fortsetzen, um langsam zu einer flexiblen Methode zu kommen, die sicher funktioniert und einfach und praxistauglich ist.

Danksagung:

Bürgermeister Alfred Holzner, Vorsitzender Hans Weinzierl, Stadtrat Franz Gumplinger

Familie Patzinger, Familie Lorenzer, Familie Wimmer. Herrmann Veit, Bernhard Bannes.

Kontakt:

Volker Kahlert

Kelheimerstr.5

84056 Rottenburg

Tel 08781/203808

E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

Kirchengemeinde begrüßt neuen Lektor

Willi von der Heiden darf ab sofort Gottesdienste in der evangelischen Kirche abhalten
Von Simon Kunert
Rottenburg. Unter einem beeindruckenden musikalischen Rahmen ist Willi von der Heiden in der Dreieinigkeitskirche als liturgischer Lektor in die evangelische Kirchengemeinde eingeführt worden. Dekan Siegfried Stelzner aus Landshut und Pfarrer Peter Nauhauser gestalteten den Gottesdienst. Sie wünschten von der Heiden viel Glück und, dass er „Gottes Nähe spüre, wenn er predige“. Die Rottenburger Liedertafel führte eine Uraufführung des von Thomas Stadler komponierten Stückes „Missa Brevis“ auf.
„Gott nahe zu sein, ist Glück“, sagte Dekan Stelzner zu Beginn seiner Predigt. Er zitierte damit die Jahreslosung der evangelischen Kirchengemeinde in Deutschland, die im Psalm 73 steht. Durch Prediger sei es möglich, Gottes Glück auf die Gemeinden zu übertragen. „Wie sonst sollte das Wort Gottes zu den Menschen kommen?“, fragte der Dekan.
Erst dann sei es für die Menschen möglich, Glück als ein unverdientes Geschenk Gottes zu begreifen. „Das besondere am christlichen Glauben ist, dass Glück und Leid keine Gegensätze sein müssen. Selbst in der Trauer kann man im Glauben ein schönes und dankbares Gefühl empfinden. „Nicht umsonst heißt es in der Bibel: Selig sind, die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden“, erklärte Stelzner. Unter anderem das Trösten werde künftig eine Aufgabe von der Heidens sein. „Sie werden selbst bald auf dieser Kanzel die Bibel auslegen und den Menschen damit Orientierung, Zuversicht, Mut oder auch Trost geben. Ich wünsche Ihnen, dass Sie selbst merken, was Ihnen die Worte der Bibel geben können und wie Sie sie für die Seelsorge nutzen können“, sagte Stelzner, der von der Heiden anschliessend
die Einführungsfrage stellte und ihn offiziell im Kirchendienst begrüßte.

Durch einen halbjährlichen Intensivkurs ist von der Heiden von nun an berechtigt, Wortgottesdienste abzuhalten. Die Kosten für den
Kurs übernahm zur einen Hälfte die Rottenburger Kirchengemeinde, zur Anderen die evangelische Landeskirche.
„Schon sein großes Interesse an Kirchenfragen und sein langjähriges Engagement qualifizieren Willi von der Heiden als liturgischen
Lektor. Ich habe ihm deshalb zur Ausbildung geraten“, erklärte Pfarrer Nauhauseres ihm offen, noch weitere Ausbildungen zu durchlaufen, um zum Beispiel auch Eucharistiefeiern durchführen zu dürfen“, sagte Nauhauser.
Für den Pfarrer selbst ist von der Heidens Aufstieg von großer Bedeutung: „Ein ohnehin wertvoller Mitarbeiter hat sein Spektrum noch
einmal erweitert. Ich bin dadurch entlastet und kann öfter in den Nachbargemeinden aushelfen.“ Den feierlichen Rahmen für die
Einführung gestalteten der Kirchenchor und die Rottenburger Liedertafel. Letztere sang zum Abschluss des Gottesdienstes den
liturgischen Gesang „Missa Brevis“. Es war die Uraufführung der stimmgewaltigen Messe, die Gemeindemitglied Thomas Stadler selbst komponiert hatte. Der junge Rottenburger möchte in Kürze eine Ausbildung zum Musiker in Angriff nehmen und begleitete das Stück
auf der Orgel. Durch symbolisches Handauflegen wurde Willi von der Heiden in die Gemeinde eingeführt. – Dekan Siegfried Stelzner
aus Landshut wünschte ihm in seiner Predigt alles Gute für den Lektordienst. (Fotos: ks)

 

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